Tödlicher Antifeminismus

Judith Rahner

Antisemitismus, Rassismus und Frauenfeindlichkeit bilden einen ideologischen Motivkomplex rechtsterroristischer Attacken. Die Beschwörung dominanter, reaktionärer Männlichkeit und eine aggressive, potenziell gewaltsame Verteidigung schwindender patriarchaler Privilegien gehören zum geschlechtsspezifischen politischen Moment des Rechtsextremismus. Das letzte Mittel, um die subjektive Kränkung und Ohnmachtserfahrung zu überwinden und wieder ›Herr der Situation‹ zu werden, ist Gewalt.

Replik auf eine Buchbesprechung

Detlef Pollack

Steffen Mau liest mein Buch in seiner Rezension für die SZ vom 12.10. von seinen (wenigen) Übertreibungen her und lässt den analytischen Kern unbeachtet: die Diskrepanz zwischen dem auf Klage gestimmten öffentlichen Diskurs der Ostdeutschen und der mehrheitlichen Zufriedenheit mit ihrer persönlichen Lage.

Umgekehrte Ekphrasis

Werner Sollors

Was verändert sich in unserer Rezeptionshaltung, welche neuen Reflexionshorizonte eröffnen sich uns, betrachten wir Darstellungen von Schrift, Lesen und Lesenden in Bildwerken? Werner Sollors gibt einen Einblick in seinen kürzlich erschienenen Essay »Schrift in bildender Kunst. Von ägyptischen Schreibern zu lesenden Madonnen«.

US-Wahlen 2020 – ein gespaltenes Land nach Donald J. Trump

Luisa Bott / Felix Schilk

(Update 25.10.20) Die US-Wahlen stehen kurz bevor. Donald J. Trump, der 45. Präsident der USA, hinterlässt ein polarisiertes Land und eine aufgeheizte Öffentlichkeit. Unsere Autor*innen begeben sich auf Spurensuche nach den Ursachen und Nachwirkungen des Trumpismus.

Drei schnelle Fragen an J. Daniel Dahm, Autor von »Benchmark Nachhaltigkeit: Sustainability Zeroline«

Luisa Bott

Hat die Coronakrise auch unsere Position zur Nachhaltigkeit verändert? J. Daniel Dahm beantwortet drei schnelle Fragen zu seinem Buch »Benchmark
Nachhaltigkeit« und ordnet seine Ergebnisse in mögliche Verschiebungen unseres Selbstverständnisses durch die Corona-Pandemie ein.