»Open Access gilt in vielen Disziplinen der Sozial- und Geisteswissenschaften noch immer als Publikationsform zweiter Klasse. Wir möchten dieses Image entschieden widerlegen und zeigen, welche Potenziale Open Access für alle Beteiligten zu entfalten vermag und wie wissenschaftliches Publizieren im 21. Jahrhundert gestaltet werden kann.«

(Dr. Karin Werner, Verlegerin und Programmleiterin)

Einem Aufruf »Zur Beschleunigung der Transformation zu Open Access« des BMBF folgend, hat transcript ein dreigliedriges Projekt eingereicht, das ab Februar 2021 über eine Laufzeit von zwei Jahren hinweg mit rund 250.000 Euro gefördert wird. Mit diesem wird der Grundstein für die »Open Library Medienwissenschaft« gelegt. Ziel ist die Bildung eines Konsortiums gemeinsam mit dem Fachinformationsdienst (FID) für Medien-, Kommunikations- und Filmwissenschaft in Leipzig für die nachhaltige Öffnung des Programmbereichs Medienwissenschaft. Für die Organisation des Konsortiums ist die SUB Göttingen angefragt.

Ein zweiter Projektstrang fokussiert »Best Performer«: Auf Basis von Nutzungsdaten bereits im Open Access verfügbarer Titel wird einerseits die exzellente Reichweite demonstriert, zu der Open Access führt. Andererseits werden neue, noch nicht erschienene Bücher mit viel Publikumspotential berücksichtigt und im Open Access realisiert, um das Potenzial von Open Access auch für diese Titel zu belegen.

Der dritte Strang des Projektes beinhaltet ein Pilotprojekt zur Open-Access-Stellung ausgewählter Lehrbücher zur Förderung freizugänglicher Inhalte und der digital gestützten Lehre – auch nach Corona.