Lesen über die sozialen Facetten des Sterbens

Ausgewählte Titel zum Tag des Friedhofs
Von Annika Püfke

Das Leben wird immer hektischer, Menschen immer beschäftigter, unkonzentrierter. Wie ist das Trauern um Verstorbene so überhaupt noch möglich? Der Tag des Friedhofs bietet Anlass, sich mit Fragen wie diesen auseinanderzusetzen. Das Programm von transcript beleuchtet das soziale Phänomen Tod aus verschiedenen Perspektiven.

Das unsichtbare Erbe

Hannelore Bublitz

Wie viel es zu erben gibt, ist immer ein Indikator für die soziale Schicht der Vererbenden. Doch diese hinterlassen ihren Erben nicht nur materielle Güter, sondern auch Verhaltensmuster, Wissen und soziokulturelles Selbstverständnis. Hannelore Bublitz analysiert, wie diese (scheinbar) unsichtbaren Aspekte des Erbens die Grenzen zwischen sozialen Klassen verfestigen.
Ein Auszug aus dem Buch.

Bitten, Geben, Annehmen, Erwidern

Alain Caillé

Ob kleiner Gefallen für die beste Freundin oder Ehrenamt im Sportverein – handeln wir letztendlich nicht immer aus Eigeninteresse? Keineswegs, meint Alain Caillé. Im Anschluss an Marcel Mauss übt er in »Das Paradigma der Gabe« Kritik am Primat ökonomistischer Subjektkonzeptionen in den Sozialwissenschaften und eröffnet uns neue Perspektiven auf die Grundlagen menschlichen Zusammenlebens.
Ein Auszug aus dem Buch.

Wie wir lesen

Cathrin Klingsöhr-Leroy

Dem Prozess des Lesens wohnt eine häufig unterschätzte Kraft inne. Es beeinflusst Emotionen, verändert Denkstrukturen, gibt Anstöße zur Entscheidungsfindung.
Welche Macht hat die Schrift im Verbund mit dem Medium des Bildes und der Zeichnung? Cathrin Klingsöhr-Leroy widmet sich dem Eingang des Textes und der Schrift in der Kunst des 20. Jahrhunderts.

Disability Pride Month: Lesen für ein inklusives, gleichberechtigtes Miteinander

Ausgewählte Titel und ein Kunstwerk mit Symbolkraft

Im Verlagsprogramm von transcript nimmt das Forschungsfeld der Disability Studies den Raum ein, der ihm zusteht. Zum Ausklang des Disability Pride Month Juli streben wir einen Versuch an, mit Büchern von, über und für Behinderte(n) zu Aufklärung und Minimierung von Berührungsängsten gegenüber Behinderungen beizutragen.

»Nichts über uns ohne uns!« Behinderte Künstler*innen haben Visionen für Theater und Kultur.

Auszug aus dem Buch

Akzeptanz, Gemeinschaft und Geschichte – das sind drei essenzielle Aspekte der Disability-Pride-Bewegung. Menschen, die von gesellschaftlichen Strukturen behindert werden, wünschen sich Barrierefreiheit statt Mitleid, Selbstbestimmung statt Vorverurteilungen, Teilhabe statt Stigmatisierung.
Der im August erscheinende Band »Zeitgenössische Theaterpädagogik« zeigt durch das Gespräch zwischen drei Theaterschaffenden mit Anknüpfungspunkten zum Thema Behinderung aus der Betroffenen- und/oder Aktivist*innenperspektive, wie ein inklusiver Kulturbetrieb aussehen kann, der die Wünsche behinderter Partizipierender berücksichtigt und aktiv umsetzt.

»Guter Flüchtling« – »Schlechter Flüchtling«

Auszug aus dem Buch

Seit dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine lässt sich eine diskursive und praktische Aufspaltung in gute und schlechte Geflüchtete beobachten, die noch zuzunehmen droht. Was die Rede von der Zeitenwende für Geflüchtete etwa aus Afrika und dem Nahen Osten bedeutet, zeigt Uwe Becker in seinem Beitrag.

Queeres Lesen: Unsere Empfehlungen zum Pride Month

Ausgewählte Titel zum Pride Month

Der Juni wirft alljährlich ein Schlaglicht auf queeres Leben und dessen hart erkämpften Platz in unserer Gesellschaft.
Unser Programmbereich »Gender und Queer Studies« macht die Lebenswelten von Personen aus dem LGBTQIA+-Spektrum sichtbar aus intersektionalen Perspektiven.

Gender, Diversität und Gewalt

Auszug aus dem Buch

Feministische Außenpolitik weist nicht zuletzt in Zeiten des Krieges Wege, Konfliktdynamiken besser zu verstehen und Gegenstrategien zu entwickeln. Sie legt Dynamiken offen, die imperiale Ansprüche aus einem gefährlichen Verständnis von Männlichkeit heraus begründen. Sie kann Perspektiven aufzeigen, die über die Renaissance von Abschreckung, Aufrüstung und Sanktionierung hinausreichen.

The Future Starts Now!

Auszug aus dem Buch

Die Frage, wie sich Bildung institutionsübergreifend positiv auf demokratische Prozesse auswirken kann, rückt ihr emanzipatorisches Potenzial in den Blick. So können offene Bildungsprozesse eine wichtige Vermittlerrolle in einem umfassenden gesellschaftlichen Transformationsprozess spielen, wobei die wirksamen Modi Operandi Sichtbarkeit und Teilhabe wären.

Mit Copy & Paste zur Promotion?

Auszug aus dem Buch

»Plagiate zerstören Vertrauen in die Wissenschaft. Das ist in diesen Zeiten fatal, denn bei der Bekämpfung von Pandemien oder des Klimawandels müssen wir uns auf wissenschaftliche Daten und Aussagen verlassen können, auch bei der Frage, welche Erkenntnisse von wem stammen. Andernfalls hat die Wissenschaft ausgedient und die Populisten siegen.«, so Jochen Zenthöfer über sein Buch »Plagiate in der Wissenschaft«.