»Wir haben gesehen, dass wir digital ebenso effektiv arbeiten wie offline.« – drei Fragen an Tatiana Zimenkova

Lilli Husmann

Wir haben Tatiana Zimenkova gefragt, wie sich Lehre und Verwaltung, aber auch das Verhältnis zu den Studierenden in der Pandemie geändert haben. Darüber hinaus gibt die Herausgeberin eine Einschätzung, ob das Versprechen größerer Bildungsgerechtigkeit durch die Digitalisierung tatsächlich realisiert werden kann.

Memes im Ukraine-Krieg

Joanna Nowotny und Julian Reidy

Oft wird Wolodymyr Selenskyj, der Präsident der Ukraine, in Memes mit dem Superhelden Captain America gleichgesetzt und als Captain Ukraine bezeichnet. Solche Verwendung von Superhelden-Bildern im Kriegskontext wirkt nicht nur trivialisierend, sondern deutet zudem den Krieg an sich in höchst problematischer Weise: als eine Art narratives Universum, in dem es so etwas wie individuelle ›Heldenhaftigkeit‹ überhaupt geben kann.

I Can Has Meme Studies?

Joanna Nowotny und Julian Reidy über das Feld der Meme Studies

Unser Buch ist die erste deutschsprachige Abhandlung zum Thema. Wir analysieren memes aus einer kulturwissenschaftlichen Perspektive. Uns interessieren Machtdynamiken, die durch memes aufrechterhalten oder subvertiert werden. Wir versuchen, so komplex wie unser Gegenstand zu sein: Memes können sowohl befreiend als auch toxisch sein, entsprechend den neuen Denk- und Handlungsmöglichkeiten, die der digitale Raum überhaupt bietet.

Das Onlinephänomen Memes kulturwissenschaftlich erklärt

Auszug aus dem Buch »Memes – Formen und Folgen eines Internetphänomens«

Memes zählen zu den Internetphänomenen, die aus den Social-Media-Plattformen nicht mehr wegzudenken sind. Joanna Nowotny und Julian Reidy unterziehen Memes einer kulturwissenschaftlichen Analyse und zeigen ihre politische Sprengkraft.

Die Macht der Kartographie

Auszug aus dem Handbuch »Kritisches Kartieren« von Finn Dammann und Boris Michel

Karten werden mit den verschiedensten Zielvorstellungen als attraktives und machtvolles Mittel der Produktion, Aneignung und Regierbarmachung von Welt eingesetzt.
Am Beispiel einer Karte der Philippinen aus dem 18. Jahrhundert zeigen die Herausgeber, wie mit dieser auch heute noch territoriale Herrschaftsansprüche legitimiert werden.
Ziel des Handbuches ist es, diesen Machtstrukturen eine alternative Kartographie entgegenzusetzen, um so zu einer gesellschaftlichen Veränderung beizutragen.

»Der Kulturbetrieb wird nicht an einer Befassung mit dem globalen, sozialen wie individuellen Überleben herumkommen.«

Beitrag aus dem Buch »Museen der Zukunft«, von Ivana Scharf und Michael Wimmer

Die Auseinandersetzung mit Zukunftsfragen von Museen hat Konjunktur: Die Digitalisierung, aber auch Aspekte wie Diversität und Anforderungen zu mehr Nachhaltigkeit verändern den Kulturbereich grundlegend. Welche Bedeutung hat Innovation für eine nachhaltige Entwicklung von Kultureinrichtungen?

Vorlesetag 2021 – Lesen als Kulturtechnik mit Zukunft

von Klaus Benesch

Seit 2004 wird jährlich am dritten Freitag im November als Initiative der ZEIT, der Stiftung Lesen und der Deutsche Bahn Stiftung Deutschlands größtes Vorlesefest zelebriert. Der Aktionstag setzt ein öffentliches Zeichen für die Bedeutung des Vorlesens und begeistert Kinder und Erwachsene für Geschichten.
»Wie wir lesen«-Herausgeber Klaus Benesch stellt passend zum Anlass seine Reihe vor und betont den weiterhin hohen gesellschaftlichen Stellenwert des lauten und stillen Lesens in all seinen Facetten.

Autonome Autos – Die Mobilität der Zukunft?

Auszug aus der Einleitung

Mit der Automatisierung des Straßenverkehrs verändern sich die Dispositive der Mobilität und es stellen sich Herausforderungen für die Zukunft der Fortbewegung. Wann, wenn nicht heute, kann man über eine Welt ohne Autos spekulieren? Die Beiträger*innen des Open-Access-Bandes wagen eine Spekulation über die Zukunft der Mobilität.