Drei schnelle Fragen an J. Daniel Dahm, Autor von »Benchmark Nachhaltigkeit: Sustainability Zeroline«

Luisa Bott

Hat die Coronakrise auch unsere Position zur Nachhaltigkeit verändert? J. Daniel Dahm beantwortet drei schnelle Fragen zu seinem Buch »Benchmark
Nachhaltigkeit« und ordnet seine Ergebnisse in mögliche Verschiebungen unseres Selbstverständnisses durch die Corona-Pandemie ein.

Von der erstaunlichen Haltbarkeit einer nachhaltigen Nicht-Nachhaltigkeit

Johanna Mittelgöker

Die Corona-Pandemie fordert unsere Gesellschaft in allen Lebensbereichen, zeigt uns aber auch, welche positiven Auswirkungen ein Rückzug menschlichen Lebens auf die Natur haben kann. Trotzdem bleiben ein großes ökologisches Umdenken und Bemühungen um einen alternativen Lebensstil aus. »Nachhaltige Nicht-Nachhaltigkeit« beleuchtet die soziologischen Hintergründe der Haltbarkeit solcher nicht-nachhaltigen Praktiken.

Mit Commons zu einer freien, fairen und lebendigen Gesellschaft

Johanna Mittelgöker

»Commoning ist ein lebendiger sozialer Prozess, in dem Menschen selbstorganisiert ihre Bedürfnisse befriedigen.« Und damit stellt Commoning eine ökologisch wertvolle Alternative zum Kapitalismus als Politik- und Gesellschaftsform dar – und zwar eine realistische, wie Silke Helfrich und David Bollier im Buch »Frei, fair und lebendig – Die Macht der Commons« darlegen.

Fridays for Future – Eine Erfolgsgeschichte vor neuen Herausforderungen

Sebastian Haunss und Moritz Sommer

Die Proteste von Fridays for Future gehen auch unter den schwierigen Bedingungen der Coronapandemie weiter. Die kreative Anpassung des Protestrepertoires kann allerdings nicht überdecken, dass die Pandemie auch für Fridays for Future existenzbedrohend ist und die bis dato größte Herausforderung darstellt.

Konvivialismus – Das zweite Manifest zur Kunst des Zusammenlebens

Das zweite konvivialistische Manifest ist im September 2020 bei transcript erschienen. Es aktualisiert die im ersten Manifest 2013/2014 formulierten Thesen für eine Gesellschaft nach dem Neoliberalismus.

transcript beim digitalen Kongress der DGS 2020

Johanna Mittelgöker

Unter dem Motto »Gesellschaft unter Spannung« findet auch dieses Jahr wieder der Kongress der Deutschen Gesellschaft für Soziologie statt – diesmal im digitalen Raum vom 14. bis 24.9. Wir freuen uns, mit Buchvorstellungen via Videochat Teil des Programms zu sein.
Unsere Highlights für den Kongress im Überblick.

Fridays for Future – Konturen einer neuen Protestbewegung

Sebastian Haunss, Moritz Sommer, Lisa Fritz

Die Autor_innen des Sammelbandes nähern sich dem Phänomen Fridays for Future aus verschiedenen Blickwinkeln: Neben den Auswertungen von Demonstrationsbefragungen bieten die Beiträge vielfältige Einblicke in die Organisationspraxis und das Selbstverständnis der Bewegung. Sie ord­nen die Protestformen historisch und in den Kontext früherer Klimaproteste ein, untersuchen den gesellschaftlichen Rückhalt der Bewegung und disku­tieren die Herausforderungen, vor denen Fridays for Future steht.

Postwachstumsgeographien – Mehr Räume für Alternativen!

Bastian Lange, Martina Hülz, Benedikt Schmid, Christian Schulz

Sowohl die Klima- als auch die Coronakrise bieten viele Anknüpfungspunkte an die Forderungen von Postwachstum und zeigen einmal mehr die Dringlichkeit einer reflexiven Neuorientierung ökonomischer, politischer und sozialer Institutionen jenseits einer einseitigen Wachstumsfixierung.
Die Herausgeber*innen über den Sammelband »Postwachstumsgeographien«, der jüngst bei transcript Open Access erschienen ist und räumliche Perspektiven für Postwachstumsprozesse vorstellt.

Corona und die »Nachhaltige Nicht-Nachhaltigkeit«

Anne Speckmann

Seit 50 Jahren mobilisiert die moderne Umweltbewegung gegen die Zerstörung der natürlichen Lebensgrundlagen. Doch der Artenverlust, der Ressourcenverbrauch, die Klimaerwärmung etc. schreiten in rasendem Tempo voran – und die Corona-Pandemie fokussiert erneut alle Bemühungen auf Wirtschaftswachstum und Konsumanreize. Das Buch entwickelt eine Theorie der Gesellschaft der Nicht-Nachhaltigkeit und beleuchtet die Handlungspotenziale des modernen Staates, der Parteien, sozialer Bewegungen und der Bürger*innen als Konsument*innen.