Welttag des Theaters – Bücher, die von Bühnen erzählen

Ausgewählte Titel zum Welttag des Theaters.
Von Anke Hermneuwöhner

Am 27. März feiern wir den jährlichen Welttag des Theaters. Ein guter Anlass, unseren Programmbereich Tanz- und Theaterwissenschaft ins Rampenlicht zu stellen – unsere Titel beleuchten das Theater aus unterschiedlichen Blickwinkeln und legen spannende Diskurse und Konzepte dar.

Die Macht der Kartographie

Auszug aus dem Handbuch »Kritisches Kartieren« von Finn Dammann und Boris Michel

Karten werden mit den verschiedensten Zielvorstellungen als attraktives und machtvolles Mittel der Produktion, Aneignung und Regierbarmachung von Welt eingesetzt.
Am Beispiel einer Karte der Philippinen aus dem 18. Jahrhundert zeigen die Herausgeber, wie mit dieser auch heute noch territoriale Herrschaftsansprüche legitimiert werden.
Ziel des Handbuches ist es, diesen Machtstrukturen eine alternative Kartographie entgegenzusetzen, um so zu einer gesellschaftlichen Veränderung beizutragen.

»Wir brauchen überall Lernorte für die Vielfalt des Lebens«

Beitrag aus dem Buch »Die Keimzelle«, von Tanja Busse

Von 2011 bis 2019 bestand der Nachbarschaftsgarten »Keimzelle« in Hamburg. Die Garteninitiative setzte sich zum Ziel, Kunst, Politik und Gärtnern zu verbinden – angetrieben von künstlerischer Intervention und gelebter DIY-Philosophie.

Tanja Busse plädiert in ihrem Beitrag für den Garten als Keimzelle der Hoffnung – für das Aufhalten des beispiellosen Artensterbens, eine größere Diversität der Lebensmittel und den Garten als Lernort für die Vielfalt des Lebens.

Integrierte Stadtentwicklung – die methodische Ausarbeitung eines fach- und akteursübergreifenden Ansatzes

Auszug aus dem Buch »Integrierte Stadtentwicklungsplanung. Konzepte – Methoden – Beispiele« von Stefan Heinig

Eine integrierte und partizipative Stadtentwicklungsplanung ist die Grundlage zur Lösung der komplexen Herausforderungen unserer Städte. Als Schlüsselprinizip in der »Neuen Leipzig Charta« verankert, spiegelt der Ansatz auch die Erwartungen zahlreicher zivilgesellschaftlicher Akteur*innen wider – während die unterschiedlichen kommunalen Planungspraxen der Städte sich in der Umsetzung noch schwer tun. Stefan Heinigs Band veranschaulicht systematisch die methodischen Konzepte und ihre Realisierung in Leipzig und anderen Großstädten.

Internationaler Tag der Migrant*innen – Lesen für ein plurales Verständnis von Heimat

Ausgewählte Titel zu den Themen Migration, Flucht und Asyl, anlässlich zum Tag der Migrant*innen

Der Internationale Tag der Migrant*innen findet seit 2000 jährlich am 18. Dezember statt. Er soll auf die Millionen Menschen aufmerksam machen, die außerhalb ihres Heimatlandes leben.
Das transcript-Programm beleuchtet Themen der Migration vielfältig.

Internationaler Tag der Menschen mit Behinderung: Lesen für ein inklusives, gleichberechtigtes Miteinander

Ausgewählte Titel und ein Kunstwerk mit Symbolkraft

Im Verlagsprogramm von transcript nimmt das Forschungsfeld der Disability Studies den Raum ein, der ihm zusteht. Am heutigen Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung streben wir einen Versuch an, mit Büchern von, über und für Behinderte(n) zu Aufklärung und Minimierung von Berührungsängsten gegenüber Behinderungen beizutragen.

Vorlesetag 2021 – Lesen als Kulturtechnik mit Zukunft

von Klaus Benesch

Seit 2004 wird jährlich am dritten Freitag im November als Initiative der ZEIT, der Stiftung Lesen und der Deutsche Bahn Stiftung Deutschlands größtes Vorlesefest zelebriert. Der Aktionstag setzt ein öffentliches Zeichen für die Bedeutung des Vorlesens und begeistert Kinder und Erwachsene für Geschichten.
»Wie wir lesen«-Herausgeber Klaus Benesch stellt passend zum Anlass seine Reihe vor und betont den weiterhin hohen gesellschaftlichen Stellenwert des lauten und stillen Lesens in all seinen Facetten.

Die feministische ›Stadt für alle!‹: Über Alltag, Sorgearbeit und die Verbindung von Kämpfen

Auszug aus dem Buch »Frankfurt am Main – eine Stadt für alle?«

Prozesse der Stadtentwicklung sind immer auch von sozialen Kämpfen begleitet – die Beitragenden unseres kürzlich erschienenen Bandes »Frankfurt am Main – eine Stadt für alle?« widmen sich aktuellen stadtpolitischen Konfliktfeldern in der hessischen Global City.
Anna Lisa Jakobi, Jana Bleckmann und Jan Kordes explorieren die Frage nach (queer-)feministischen Ansätzen und Färbungen lokalpolitischer Bewegungen.

Das ›schöne Lesen‹ und sein Beitrag zur Individualisierung

Auszug aus dem Buch »Szenen des Lesens«

Auf vielen aktuellen Schau­plätzen zeigen sich das Lesen und die Lesenden in einem Modus der Besonderung. Es lohnt sich daher, einzelne Leseprodukte ebenso anzuschauen wie Leseszenen, die sich als Waren- und Erlebniswelten darbieten.

»Hoffnung schaffen durch Handeln« – Psychologie verstehen am Welttag der Suizidprävention

Ausgewählte Titel zum Welttag der Suizidprävention in unserem Programmbereich Psychologie


Suizid stellt eines der größten Gesundheitsprobleme der Welt dar. Der 2003 durch die WHO und die International Association for Suicide Prevention (IASP) ausgerufene Aktionstag zur Prävention von Suiziden möchte für Warnsignale und Risikofaktoren sensibilisieren, Berührungsängste und Stigmata abbauen und das Tabuthema ins Zentrum der öffentlichen Wahrnehmung rücken. Jährlich wird so den rund 800.000 Suizidverstorbenen gedacht und den Hinterbliebenen Raum zum (gemeinsamen) Trauer gegeben.
Das Psychologie-Programm von transcript beleuchtet verschiedene Facetten von mentaler Gesundheit, Psychiatrie und Psychotherapie und bietet so ein Fundament, um sich über mögliche Ursachen für Suizid(versuch)e zu informieren und Ressourcen zur Vorbeugung zu sammeln.

Tödlicher Antifeminismus

Auszug aus einem Buchbeitrag von Judith Rahner

Antisemitismus, Rassismus und Frauenfeindlichkeit bilden einen ideologischen Motivkomplex rechtsterroristischer Attacken. Die Beschwörung dominanter, reaktionärer Männlichkeit und eine aggressive, potenziell gewaltsame Verteidigung schwindender patriarchaler Privilegien gehören zum geschlechtsspezifischen politischen Moment des Rechtsextremismus. Das letzte Mittel, um die subjektive Kränkung und Ohnmachtserfahrung zu überwinden und wieder ›Herr der Situation‹ zu werden, ist Gewalt.